Schach in Seattle

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in den ersten Wochen hier in Seattle war es Zeit wieder zum Alltag zurückzukehren – und das heißt natürlich Schach spielen. Das fiel auch ziemlich einfach, denn die University of Washington hat einen durchaus ganz ordentlich besuchten Schachclub. Immer Mittwoch abends versammeln sich um die 15 Studenten zum Vereinsabend.

Jetzt im November stand auch das ersten Mannschaftsturnier an: das sogenannte “Washington Corporate and Collegiate Championship”. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Uni- und Betriebsschach. Es spielen 4 Spieler zusammen in einer Mannschaft, die entweder Studenten an der gleichen Uni sind oder im gleichen Unternehmen arbeiten. 5 Runden Schnellschach an einem Tag. Wir traten also mit drei Mannschaften der University of Washington an. Die erste Mannschaft (in der ich auch spielte) hatte einen Schnitt von etwa 2200 USCF rating. USCF ist hier das amerikanische Äquivalent zur DWZ, liegt aber (im Gegensatz zur DWZ) durchschnittlich etwa 50 Punkte höher als die Elo. Das reichte für Setzlistenplatz 1. Die stärksten Konkurrenten waren Microsoft und Amazon, die beide ihre Firmenzentrale in Seattle haben. Und so fand das Turnier auch in der Zentrale von Amazon statt, im Gebäude “Houdini North”:

Und das war der Spielsaal:

Im Endeffekt schafften wir es aber das Turnier recht souverän zu gewinnen. Hier ein Blick auf die Tabelle:

Und eine kleine schachliche Kostprobe. Da es Schnellschach war, mangelte es nicht an Fehlern, aber alles in allem war es doch sehr lehrreich:

 

 

Als Preis gab es eine Qualifikationsplatz für das sogenannte Pan American Intercollegiate Team Chess Championship inklusive einem 3500$ Zuschuss von Amazon. Das “Pan Am” ist sozusagen die Universitätsmeisterschaft für ganz Amerika. Diesmal findet sie in den USA in San Francisco zwischen Weihnachten und Neujahr statt. In jedem Fall wird es ein anderes Kaliber sein als dieses Turnier in Seattle: letztes Jahr hatten die ersten 9 Mannschaften einen Schnitt von über 2500 (hier die Aufstellungen vom letzten Jahr: http://www.buckeyechess.com/2017PanAmTournament.html). Man darf gespannt sein.

 

Neben Unischach ist sonst schachlich leider nicht so viel los in Seattle. Es gibt im Prinzip nur einen Verein, den Seattle Chess Club. Ab und an gibt es mal am Wochende kleinere Turniere. Vor kuzem habe ich auch mal vorbeigeschaut.

Es war ein Turnier mit 15 Spielern, 4 Runden an einem Tag und einer Studen Bedenkzeit. Besonders stark war es aber nicht besetzt, der an zwei Gesetzte hatte schon nur noch 2000. Und so endete auch dieser Abstecher mit 4/4. Dann warte ich doch lieber auf mehr Unischach.

 

3 Gedanken zu „Schach in Seattle

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