Großer Erfolg für Zita

Halbfinale erreicht!

Mir ist gerade aufgefallen, dass von unserem größten Mannschaftserfolg des letztes Jahres keine Information auf unserer Webseite zu finden ist, deshalb will ich das hier nachholen.

Nachdem wir in der Saison 2021 in der 1.Liga über den sechsten Platz in der Vorrunde nicht hinausgekommen sind , wollten wir es diesmal besser machen, obwohl wir auch nur wieder auf Platz 6 unserer Vorrundengruppe gesetzt waren. Der große Favorit war der Bundesligist Werder Bremen, aber auch die nächsten Mannschaften hatten noch einen Schnitt von über 2200 DWZ (z.B. Ettlingen mit dem Deutschen Meister Jonas Rosner).
Wir spielten in ähnlicher Aufstellung wie 2021, mit Focus auf unsere auswärtigen Spieler wie Marko (Lyon), Nils (Bonn) und Carsten (Gießen). Das ist das schöne am Onlineschach, dass es keine örtlichen Grenzen gibt und man wieder Kontakt zu Spielern hat, die man sonst kaum sieht. Alles sehr schön zu verfolgen in dem Video von GM Sebastian Siebrecht mit den Spielern von Zitadelle Spandau.

In der ersten Runde ging es schon gut los, mit einem klaren Sieg (3,5:0,5) gegen die nominell stärkeren Gegner aus Bickenbach, wobei Tony am Ende noch eine verlorene Partie drehte, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

In der zweiten Runde folgte dann ein 3:1 gegen Herzogenaurach (Insider wissen, Sitz von Adidas und Puma).
In der dritten Runde gegen die junge Mannschaft des Frankfurter TV hatten wir Aufstellungsprobleme, so dass Chinguun zu seinem ersten Einsatz kam. Trotz eine schnelle Sieges von mir gegen den Deutschen Jugendmeister Bennett Hager reichte es nur zu einem 2:2.
Vierte Runde dann wieder ein klarer Sieg gegen SK Dessau (4:0), die inzwischen schon ihren erfolgreichsten Spieler wegen Cheating verloren hatte.
In der fünften Runde gab es das nächste Unentschieden gegen Kölner Lasker 2, ein Verein, der sehr aktiv im Onlineschach ist, was man auch daran sieht, dass sie mit zwei Mannschaften in der ersten Liga spielten.

In der sechsten Runde kam es zum Aufeinandertreffen mit den großen Favoriten Werden Bremen. Da unsere Gegner an jedem Brett weit über 100 DWZ-Punkte mehr hatten, kam es hauptsächlich drauf an, ein paar Brettpunkte zu holen. Aber es kam ganz anders. Ich hatte als Schwarzer eine scharfe Sizilianischvariante mit einem Baueropfer vorbeireitet, wo ich aber nach einer Zugumstellung zu schematisch weitergespielt habe und dann schlechter stand. Aber mein Gegner gab den Bauern nicht für gutes Spiel zurück und so konnte ich mit meinem Läuferpaar gefährliche Drohungen aufstellen, und am Ende sogar noch mattsetzen. Da auch Carsten am Brett 4 eine wilde Stellung gewann, kamen wir zu einem überraschende 2:2.

So reichte uns in der letzten Runde ein 2:2 gegen Ettlingen für die Qualifikation für das Viertelfinale. Ich hatte gegen den Deutschen Meister Jonas Rosner wieder mit Schwarz eine sehr gute Vorbereitung auf dem Brett und bot deshalb in guter Stellung Remis, was mein Gegner auch annahm, da er sicher sah, dass er Schwierigkeiten bekommen würde. Obwohl Carsten seine erste Partie verlor, reichte es zu einem 2:2 und einem souveränen 2.Platz, da unser Hauptkonkurrent in der letzte Runde noch verlor.

Topscorer in der Vorrunde waren Terry mit 4 aus 4 und Tony mit 3 aus 3, aber auch die anderen mit sehr guten Ergebnissen.

Im Viertelfinale ging es gegen die SG Kaiserslautern, die sich überraschen in der starken C-Gruppe durchgesetzt hatten. Trotz nomineller Unterlegenheit gab es ein klares 3:1 mit einem schönen Sie von Marko am 1.Brett.

Im Halbfinale ging es dann gegen die SK Rinteln, die Viertelfinale überraschend Bayern München ausgeschaltet hatte. Das andere Halbfinale war eigentlich das vorweggenommene Finale Deizisau – Bremen. Bremen hat sich wohl nicht viel ausgerechnet gegen die GM-Truppe aus Deizisau und trat viel schwächer als gegen uns an, so dass es einen klares 3,5:0,5 für Blühbaum, Kollars, Dautov und Köllner gab.
In unseren Halbfinale war klar, dass die Entscheidung wohl an der ersten beiden Brettern fallen würde, wo die Rintelner bisher überragend gespielt hatten. Marko verlor dann auch schnell und klar gegen IM Plischki, so dass meine Partie wohl entscheidend werden würde, da wir an den anderen beiden Brettern gut standen. Leider hatte ich einen recht schlechten Tag erwischt und konnte mich nicht entscheiden, ob ich in Richtung Remis (was sinnvoll gewesen wäre) oder auf Sieg spielen sollte. So hab ich mich am Ende verrannt und verloren. Damit gab es ein 2:2 und wir sind nach Wertung ausgeschieden.
Ab Halbfinale wurde mit Video- und PC-Überwachung gespielt, unsere Gegner spielten aber wohl in ihrem Vereinsheim und speziell mein Gegner verließ auch immer mal den PC, was irgendwie ein ungutes Gefühl bei mir auslöste. Aber wenn ich ordentlich gespielt hätte, wäre das auch sicher egal gewesen.

Im Finale gab es dann ein klares 4:0 von Deizisau gegen Rinteln, aber gegen die 4 GMs Kollars, Blühbaum, Dautov und Heimann hätten wir wohl auch kaum ne Chance gehabt.

Als Fazit können wir sagen, dass wir recht gut gespielt haben, es hat Spaß gemacht und wir haben Zitadelle Spandau in Deutschland bekannter gemacht. Mal sehen, ob wir nächste Saison wieder teilnehmen.

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