Die 1. bei den Schachfreunden Berlin

Schachfreunde Berlin heißt also der Gegner in Runde 6. Wir stehen bislang ganz gut da, haben 50% unserer Mannschaftspunkte geholt und gegen die starken Schachfreunde Berlin waren keine weiteren Punkte gegen den Abstieg eingeplant. Aber vielleicht wird’s ja doch was?!
Auf der Jahreshauptversammlung letzten Dienstag hieß es dazu:
„Die haben ja eh keine Chance“
„Da geht ihr so und so unter“

Sowas spornt natürlich an und so fuhren wir heute hoch motiviert in die Bülowstraße.

Matthias Partie verflachte schnell, sein nominell stärkerer Gegner bot Remis, Matthias nahm nach Rücksprache mit mir an. 0,5-0,5
In meiner Partie wählte ich leider statt einem echten Bauernopfer nur ein angetäuschtes Bauernopfer, wonach ich eventuell einen Tacken schlechter stand. Nach der Abwicklung ins Endspiel mussten mein Gegner und Ich dann aber Züge wiederholen um den jeweils anderen an seinen Vorteilsideen zu hindern. 1-1

Jan Paul spielte gegen Svoboda (~2400 DWZ) und stand optisch und nach seinem Gefühl lange gut, bis er einen schwarzen Bauern bis nach g3 vor seinen König laufen ließ. 1-2

In der Zwischenzeit hatte Kai Stephan gegen das Läuferpaar seines Gegners im Endspiel einen Bauern mehr. Das war zumindest die letzte Stellung die ich gesehen habe. Hier wurde sich auf Remis geeinigt. 1,5-2,5

Als nächstes war Alexei fertig, auch er konnte seinem Gegner nur einen halben Punkt abknöpfen, auch hier war eine Zugwiederholung ausschlaggebend. 2-3

Die nächste Stunden spielten noch Tony, Carsten und Marko.

Tony wurde als erster fertig. In einer immer unübersichtlichen Partie sahen alle Zuschauer Tony hier lange als den, der um den halben Punkt kämpft. Irgendwann war aber ein Endspiel mit Mehrbauern für Tony auf dem Brett. Er verwertete souverän. 3-3

Marko stand gegen GM Polzin besser, der Gewinnweg im Schwerfigurenendspiel war den Außenstehenden aber noch nicht ganz klar. Am Ende siegte Marko! Seinen ersten GM-Skalp holte er somit, zumindest im Langschach! Die ganze Partie könnt ihr Dienstag irgendwann ab 18:00 Uhr sehen. 4-3

Carsten war in einem Turmendspiel mit a, b, c – Bauern gegen a, b und doppelten c-Bauern. Alle dachten sich – das ist bestimmt Remis. Wäre es vielleicht auch, wenn Carsten nicht alles in je 30 Sekunden pro Zug berechnen müsste. So verlor er leider gegen seinen trickreichen Gegner. 4-4

Wir stehen mit 5 Mannschaftspunkten aus 6 Runden nun schon recht gut im Mittelfeld. Noch können wir uns aber nicht ausruhen. Es gilt noch ein paar Punkte zu sammeln um die Klasse sicher zu halten.

6 Kommentare

  1. Leider habe ich den Sieg verschenkt, das ergab meine häusliche Analyse. Aber trotzdem war es ein schöner Achtungserfolg unserer ersten Mannschaft gegen meinen ehemaligen Verein.

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