Der Westpokal geht zum achten Mal an Zita

Lange musste ich in den Vereinsannalen suchen, bis ich tatsächlich einen Bericht von Ende November 1989 fand, der unseren letzten Westpokalsieg , den damals siebten in Folge, festhielt. Ein gewisser Herr Zaeske schrieb ihn. Zwar fehlte dabei die Brettbesetzung, aber ein Jugendlicher, Clemens Richter, wurde besonders gelobt. Er senste alle drei Gegner weg. Nun, nach 37 Jahren haben wir den Westpokal wieder gewonnen. Gegen Weisse Dame und Eckbauer gewannen wir 6,5:3,5 und 7:3 sowie in der Schlussrunde gegen sehr hart kämpfende und am Ende etwas glücklose Siemensstädter 6:4. Bevor wir uns dem letzten Kampf widmen, hier noch ein bisschen Statistik:

Wir haben über 20 Spieler eingesetzt, dabei auch einige Kinder und Debutanten für unseren Verein. Vielen Dank an Lars, der die Mannschaften zusammentrommelte. Und weil sich niemand mehr wirklich erinnern konnte, habe ich nachgeschaut und festgestellt, dass Patrick und ich die einzigen sind, die den Pokal schon mal in den Händen hielten. Nur mal so zur Erinnerung!

Kommen wir zum Abschlusskampf, wo uns ein 5:5 zum Sieg schon gereicht hätte, da wir einen Mannschaftspunkt Vorsprung hatten. Mir war es vergönnt, durch einen Figureneinsteller schnell zu gewinnen und uns mit 1:0 in Führung zu bringen. Pavels an Brett 10 nutzte die Chance aus ein Dauerschach in seiner ersten Partie für uns und remisierte. Leider gingen die Partien von Ömer, wo ein Doppelturmendspiel hin- und herwogte, und Alexander W., der keinen Zugriff zur Partie bekam, verloren. War nicht schlimm, denn Kian stand schon lange auf Gewinn und glich dann auch zum 2,5:2,5 aus. Während Patrick an Brett3 , Benjamin M an Brett 4 und Cedric an Brett 6 um Ausgleich kämpften, waren besonders die ersten beiden Bretter spannend. Ein Tanz auf der Rasierklinge. Hartmuts Stellung sah eher nach hingewürfelt aus, Darko hatte eine Qualität geopfert. Dann verlor leider Cedric in remislicher Stellung auf Zeit und wir lagen wieder zurück. Benjamins Gegner fand keine Verstärkung und wickelte sehr unglücklich in ein verlorenes Damenendspiel ab, was Benjamin sehr routiniert nach Haus brachte. Patrick klammerte erfolgreich zum Remis und es stand 4:4.

Inzwischen hatte Hartmut es geschafft, seinen Freibauern zusammen mit dem Läuferpaar und einem Springer gegen einen Turm, einen Läufer und vielen Bauern erfolgreich zur Dame zu verwandeln und es ging mit zwei Läufern gegen drei Bauern ins Finale. Hartmut wäre nicht Hartmut, wenn er nicht eine schöne Abschluss-Idee gefunden hätte. Er zwang seinen Gegner dank Zugzwang, sich selbst mattzusetzen. Nun war es an Darko, seine komplizierte Stellung erfolgreich zu verwerten. Es macht wirklich Spaß, ihm beim Spielen zuzuschauen. Kreativ, tiefdurchdacht und mit Routine und Endspielkenntnissen formt er wirklich kleine Kunstwerke.

Vielen Dank an alle Vereine für die stets freundliche und professionelle Organisation. Es hat wie immer Spaß gemacht.

Reinhard

Und hier die Ergebnisse im Überblick:

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