Das nennt man Solidarität, Freundschaft, ja Liebe

Die Erste und die Zweite, zwischen denen herrscht echte Solidarität, Freundschaft, wenn nicht sogar Liebe. Kaum steht der Ersten das Wasser bis zum Hals und das Abstiegsgespenst malt bedrohliche Schatten an die Wände und es fehlen auch noch ein, zwei Leute – da setzt sich die Zweite ins Auto. Und fährt fast bis zur Ostsee und rettet der Ersten den Tag. Okay, es waren nur drei (Koko, Eduardo und DSDZ), aber die haben drei Punkte gemacht gegen die Schachfreunde Nordost und das war denn doch der Grundstock des 4,5:3,5-Sieges. Abstieg ist nicht mehr, sagte man mir, trotz orakelnder Artikel von Andreas Rehberg.

Und die Zweite verlor denkbar knapp gegen WD2. Aber die hat die Klasse auch schon gehalten. Näheres zu den Kämpfen kann ich als Webmaster leider nicht verkünden, weil ich dort in Buch schon um 12 Uhr fertig war (zwei Halbzüge lang hatte ich eine Dame weniger!) und dann das halbe Streckennetz der S-Bahn ausprobierte, bis ich wieder in Spandau landete. Aber vielleicht nutzt ja jemand die Kommentarfunktion.

2 Kommentare

  1. Eigentlich hätten wir Weiße Dame auch in reduzierter Besetzung schlagen sollen, da unsere Ostseeurlauber gut vertreten wurden. Während Edelreservist Hans-Jürgen mit einem Remis als Erster fertig war, hatte Reinhard leider einen rabenschwarzen Tag und verlor ziemlich sang- und klanglos. Trotzdem nahm ich nach gut 2,5 Stunden ein Remisangebot meines Gegners in völlig unklarer Stellung an, zumal ich die letzten drei Tage mehr oder weniger flachgelegen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten Kai-Stephan und Andreas je einen glatten Mehrbauern, Matthias ein ausgeglichenes Turmendspiel, Kievi ein klar besseres Damenendspiel und Uwe eine Stellung auf dem Brett, in der ich dachte, entweder er bekommt einen siegreichen Angriff oder hält im Notfall nach Abtausch der Schwerfiguren mit ungleichfarbigen Läufern remis.
    Stattdessen kam es dann so: Während Kievi sein Endspiel locker gewann, war Kai-Stephans Mehrbauer plötzlich genauso unerklärlich verschwunden, wie er vorher aufgetaucht war. Matthias hätte sein Endspiel um ein Haar verloren, aber am Ende reichte es um ein Tempo in eine Remisabwicklung Bauer gegen Turm. Beim Stand von 3:3 war ich immer noch optimistisch, aber leider ließ Andreas einen Gewinnweg nach dem anderen aus und musste am Ende noch aufpassen, nicht sogar noch zu verlieren. Und nur ein paar Minuten, nachdem die beiden Frieden geschlossen und ich mich mit einem 4:4 abgefunden hatte, gab Uwe sein Endspiel auf, da sich seine passiven Figuren wohl im Zugzwang befanden. Dass sein Gegner Groß ungleichfarbige Läuferendspiele kann, habe ich ja selbst einmal bei einem „Endspiel“ um den Turniersieg im Weiße-Dame-Open leidvoll erfahren…
    Bleibt also mal wieder eine gehörige Portion Frust, aber zumindest die Befriedigung, der Ersten den Klassenerhalt gesichert zu haben (um mir hier Metaphern über die Rettung edler oder weniger edler Körperteile zu verkneifen).

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