Deutsche Schach-Pokal-Meisterschaft für Mannschaften 2018/2019 Vorrunde

Historisches steht an: ZITA hat sich zum dritten Mal für die Deutsche Schach-Pokal-Meisterschaft qualifiziert und ist an diesem Wochenende erstmals Ausrichter der Vorrunde! Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Die 1. Runde beginnt am 26.01.2019 um 14 Uhr im Seniorenclub Lindenufer. Teilnehmer sind die Oberliga-Mannschaften des VfB Schach Leipzig und SV Hellern (bei Osnabrück) sowie die SG Lok Brandenburg und der Ausrichter SC Zitadelle Spandau. Zu Beginn wird der Schiedsrichter Rolf Trenner die Spielpaarungen auslosen. Die jeweiligen Sieger der beiden Erstrundenbegegnungen qualifizieren sich für die 2. Runde am Sonntag. Diese findet neben der 6. BMM-Runde der 2. und 3. Mannschaft (9 Uhr) am 27.01.2019 ab 10 Uhr ebenfalls im Lindenufer statt.

Nachdem wir zweimal überregional sang- und klanglos rausgeflogen sind (1991 gegen Potsdam, 2009 gegen Löberitz), hoffen wir nun, im dritten Anlauf Geschichte zu schreiben und weiter zu kommen …

7 Gedanken zu „Deutsche Schach-Pokal-Meisterschaft für Mannschaften 2018/2019 Vorrunde

  • 26. Januar 2019 um 21:38
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    Heute nach langem Kampf gegen SV Hellern 2,5:1,5 gewonnen, morgen geht’s gegen VfB Schach Leipzig in die nächste Runde. Wird wohl wieder ein Match auf Augenhöhe.
    Nach schnellem Sieg von Felix Engers an Brett 2 verlor Michael Schulz eine zweischneidige Partie an Brett 1.
    Nachdem Niels Decker dann an Brett nach über 5 Stunden gewonnen hatte, musste Terry v.d.Veen an Brett 3 ein Endspiel mit Turm gegen Springer und zwei verbundene Freibauern Remis halten, was nicht ganz einfach war. Irgendwann konnte er dann der Turm opfern und der letzte Bauer war nicht mehr zu decken.
    So waren wir dann kurz vor 20 Uhr nach einen langen Kampf fertig, danke auch für die gute Versorgung durch Winnie und Kötzi!

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  • 26. Januar 2019 um 22:11
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    Wir wurden heute gegen Hellern gelost, die aufgrund der weiten Anreise nur mit der B-Besetzung antraten. Es war somit ein Kampf auf Augenhöhe. Den ersten Punkt fuhr Felix Engers mit Weiß an Brett 2 ein: Nachdem er mit einer fragwürdigen strategischen Entscheidung aus einer sehr aussichtsreichen Stellung eine unklare mit beiderseitigen Chancen gemacht hatte, hatte sein Gegner plötzlich entscheidenden Mattangriff. Aber mit nur noch wenig Zeit auf der Uhr griff er fehl, Felix konnte den Angriff abwehren und gewinnen. Leider hatte Michael Schulz am ersten Brett weniger Glück: Er brachte ein Springer-Scheinopfer, hatte aber übersehen, dass der Gegner in dem resultierenden Endspiel einen starken Freibauern bekam. Um diesen aufzuhalten musste Micha die Qualität opfern und danach hatte der Spieler von Hellern leichtes Spiele: 1:1.
    Es hing nun alles von den Brettern 3 (Terry van der Veen) und 4 (Nils Decker) ab. Terry hatte in einer französischartigen Stellung mit Weiß zwei Bauern weniger. Eine Niederlage an diesem Brett hätte aufgrund der Berliner Wertung die Entscheidung gegen uns gebracht. Doch ein verirrter Springer des Gegners führte zu einem Qualitätsgewinn für Terry und der Hoffnung, noch einige der gegnerischen Mehrbauern einzusammeln. Währenddessen spielte Nils in zweischneidiger Stellung auf Bauernraub (Dxb2) und gewann dabei 2 Bauern, die er bis ins Endspielt verteidigte und in einen Sieg umwandelte.
    Schließlich hatte Terry ein Endspiel Turm gegen Springer und zwei verbundene Freibauern erreicht. Obwohl dies höchst bedenklich aussah, schaffte er es, die Bauern aufzuhalten und dann den Turm gegen beide Bauern zu opfern: Remis!
    Endstand: ZITA – Hellern 2,5:1,5
    Morgen um 10 Uhr geht es gegen Leipzig um den Einzug in die dritte Runde!

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  • 26. Januar 2019 um 22:42
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    Gratuliere – nicht nur zum Sieg gegen Hellern (dieser Felix Engers wird immer stärker!), sondern auch zur neuen Website.

    Antwort
  • 28. Januar 2019 um 14:23
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    Nichts ist es geworden mit dem historischen Einzug in die Zwischenrunde – am Sonntag folgte nach dem Sieg in Runde 1 gegen den SV Hellern leider das Pokal-Aus im Entscheidungsspiel gegen Leipzig. Unser Team (Felix, Michael, Terry und Nils) hat alles gegeben, und auch wenn der Verlauf und das Ergebnis eine deutliche Sprache sprechen – und das sympathische Team aus Leipzig absolut verdient weitergekommen ist (so auch geschildert von Frank Hoppe auf der Webseite des Berliner Schachverbandes hier) – lohnt sich ein kleiner Rückblick! Partien folgen vielleicht später noch…

    Noch einmal der Reihe nach:

    Am Samstag starteten wir in das “Pokalabenteuer” (jetzt und im Folgenden plagiiere ich Kötzi´s Kommentar auf dreisteste Weise) dank perfekter Vorbereitung unser wahren Vereinshelden rund um Winni und Andreas und nach Grußworten von Matthias in der Aufstellung Schulz, Engers, van der Veen, Decker, wobei wir an 1 und 4 Schwarz hatten. Schiedsrichter Trenner gab die Partien mit einen Pfiff in seine schwarze Trillerpfeife pünktlich um 14 Uhr frei.
    Es entwickelten sich spannende Partien, und fast alles nahm einen eher glücklichem Verlauf für uns. Wie schon von Andreas geschrieben konnte zunächst Felix insbesondere dank guter Eröffnungskenntnisse von seinem großen Zeitvorteil profitieren. Bei entgegengesetzten Rochaden hatte sich ein Kampf ums Matt entwickelt, den zunächst Felix gewinnen sollte (starke Läufer, offene g-Linie, wenn ich das richtig gesehen habe?), doch dann schlug die Kompassnadel kurz vor der Zeitkontrolle nochmal um, und schwarzer Springer und Dame schienen auf a2 und c2, gemeinsam mit einem hinzueilenden Läufer für Unheil sorgen können. Jedenfalls zog der Gegner dann in Zeitnot doch fehl, verlor nach einer kleinen Kombination von Felix eine Figur und der Mattangriff hatte sich auch erledigt: 1:0 für uns.

    Michael hatte weniger Glück dieses Wochenende, trotz kreativem Spiel musste er am Samstag in einer klassischen Englischen Struktur irgendwann die Segel streichen. “Er brachte ein Springer-Scheinopfer, hatte aber übersehen, dass der Gegner in dem resultierenden Endspiel einen starken Freibauern bekam. Um diesen aufzuhalten musste Micha die Qualität opfern und danach hatte der Spieler von Hellern leichtes Spiele”, so Andreas. Zwischenstand also dann 1:1.
    Es hing nun alles von den Brettern 3 und 4 ab. Terry hatte in einer französischartigen Stellung mit Weiß zwei Bauern weniger. Eine Niederlage an diesem Brett hätte aufgrund der Berliner Wertung die Entscheidung gegen uns gebracht. Doch ein verirrter Springer des Gegners führte zu einem Qualitätsgewinn für Terry und der Hoffnung, noch einige der gegnerischen Mehrbauern einzusammeln. Währenddessen spielte ich in zweischneidiger Stellung auf Bauernraub (Dxb2) und gewann dabei 2 Bauern, die ich bis ins Endspielt verteidigte (an einer Stelle hätte ich ne Qualität verlieren können, sonst war es ganz okay gespielt dann) und in einen Sieg umwandelte. Schließlich hatte Terry ein Endspiel Turm gegen Springer und zwei verbundene Freibauern erreicht. Obwohl dies höchst bedenklich aussah, schaffte er es, die Bauern aufzuhalten und dann den Turm gegen beide Bauern zu opfern: Remis!

    Endstand: ZITA – Hellern 2,5:1,5

    Am Sonntag blies Schiedsrichter Trenner dann um 10 Uhr in sein Horn, um den Auftakt für das kleine Finale um die Zwischenrunde einzuläuten. Wir hatten uns jetzt aufgestellt in der Reihenfolge Decker, Engels, Schulz, van der Veen, wobei wir Schwarz an 1 und 4 hatten.

    Das Ding ging ungefähr so weiter:

    Alle vier von uns schienen ganz gut aus der Eröffnung zu kommen (bei mir wurde es Katalanisch Hauptvariante mit 6. O-O dxc4 7. Da4 a6 8. Dxc4 b5 9. Dc2 Lb7 10. Ld2 Le4 11. Dc1 c6), Felix kam aus seinem Englisch in ein damenloses Mittelspiel mit hoher Remisbreite, Micha fand sehr gute Züge und kam recht schnell zu schönem Königsangriff nebst Läuferopfer auf h7 – hier musste er zumindest gefühlt in komplexer Stellung schon klar besser stehen – und Terry stand mit Schwarz im 2-Springer-Spiel im Nachzug auch voll in Ordnung.

    Dann drehte sich aber mit zunehmender Verlauf das Blatt gegen uns: Micha wurde ausgekontert, Terry geriet wohl immer weiter in Bedrängnis, und ich vernachlässigte die Entwicklung meines Damenflügels und stand “auf einmal” ziemlich passiv, sodass Felix zu diesem Zeitpunkt nach 3 Stunden Spielzeit das Remisangebot seines Gegners in sehr ausgeglichener Stellung ablehnen musste (fürs Team, starke Entscheidung).

    In den Minuten vor der Zeitkontrolle kamen dann die Entscheidungen: Terry musste als erstes die Segel streichen, Micha mit einer Minusqualität im Endspiel gehen, ich war erst völlig überspielt, um dann dank eines einzügigen Einstellers meines Gegners zumindest wieder Remischancen am Horizont aufkommen sah und zum Glück mit Sekunden den einzig richtigen 40. Zug fand. Felix stellte zu allem Überfluss eine Qualität etwas unnötig weg. Daher war der Kampf tatsächlich gegen 14 Uhr praktisch entschieden.

    Micha musste sich also kurze Zeit später beugen, während ich gerade dabei war im 41. die Partie wieder sofort wegzustellen, als mein Gegner mit einem Remisangebot den Sieg absichern wollte. Nach Rücksprache mit Felix nahm ich an, auch wenn sich Felix verständlicherweise nicht ganz darüber freuen konnte. Jetzt war klar, dass sein Gegner das nicht mehr tun musste. Stattdessen wand sich Felix also stundenlang in einem Endspiel Turm und Randbauer gegen Läufer und g-Bauer, aber das ziemlich geschickt, und selbst als er sich genötigt sah den letzten Bauern zu geben hielt er das Remis – weil sein Gegner nicht die “russische Pionierschule” besucht hatte. So jedenfalls erzählten es uns seine Teamkollegen, die nun noch bis nach 17:00 gemeinsam mit uns warten mussten, bis das Remis im Turm gegen Läufer-Endspiel besiegelt war. Die Anekdote dazu ist folgende: Als ein westdeutscher Großmeister bei einem Wettkampf in Russland in der Stellung Turm/ Randbauer gegen Läufer (und weißem König auf g2 bzw. h2) seinen Bauern von h5 nach h4 zog, brachen die zuschauenden Schach-Kids in heimliches Getuschel und Gelächter aus: das Feld wird für den König wohl gebraucht, das lernt man wohl schon in der Pionierschule – wie kann der also überhaupt GM geworden sein? Ganz so trivial ist es jedenfalls nicht, wer kannte das Motiv schon von euch?

    Eine Erlösung war es dann in der Tat, als Schiedsrichter Trenner um 17:15 ein letztes Mal seine Fanfare zum Abpfiff ertönen ließ.

    Endstand: ZITA – Leipzig 1:3

    Auf ein neues Pokalabenteuer möglichst bald! Danke an alle Daumendrücker und Helfenden, auch wenn es am Ende nicht gelangt hat.

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  • 29. Januar 2019 um 14:23
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    Hier noch ein toller Bericht unserer Schachfreunde aus Hellern, auch mit Links zu den analysierten Partien von Micha und mir! Anmerkung zu meiner Partie – der 47. Zug war Sf7, nicht Sf5 wie angegeben. Hartmut, die Idee mit den Chessbase-Links finde ich klasse!

    https://schach-hellern.de/2019/01/28/deutscher-mannschafts-4-er-pokal-unsere-reise-nach-berlin/

    http://view.chessbase.com/cbreader/2019/1/28/Game3422828.html (Micha´s Partie)
    http://view.chessbase.com/cbreader/2019/1/28/Game3422828.html (meine Partie)

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  • 29. Januar 2019 um 14:29
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    Hier noch als Nachtrag der tolle ausführliche Bericht unserer Schachfreunde aus Hellern, die in Spandau eine gute Zeit gehabt haben, inkl. Zitadellen-Besuch – und auch Micha´s und meine Partie genauer unter die Lupe genommen haben. Hartmut, diese Chessbase-Links finde ich klasse und sogar besser als unser Format!

    https://schach-hellern.de/2019/01/28/deutscher-mannschafts-4-er-pokal-unsere-reise-nach-berlin/

    http://view.chessbase.com/cbreader/2019/1/28/Game2283781.html (Micha´s Partie)

    http://view.chessbase.com/cbreader/2019/1/28/Game3422828.html (meine Partie, Anmerkung zum 47. Zug – ich habe Sf7 gespielt)

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    • 30. Januar 2019 um 09:23
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      Ja sicher, das sieht super aus, aber es läuft auf einem fremden Server und wir haben keine Kontrolle darüber. Ich möchte die Dinger lieber auf meiner Webseite haben.

      Antwort

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